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orvdircndc (violctc) Sonncnbild, welches in ciin'in finstcrn Zimmerhinter einem GlaSpriSma hervorgebracht war, uiid nahm he nachVerlans von einigen Stunden magnctisirt hinweg. Ter Mag-netismus der Nadeln wurde verstärkt und noch schneller erweckt, wenner den durch ein BrcnnglaS concentrirten violctcn Strahl des Far-l'cnspektrnmS eine Zeit lang darauf fallen liest, und noch mehr, wenndamit die Nadeln von der Mitte aus nach dem einen Ende hin wie-derholt bestrichen wurden. Sie stellten sich nach diesem Verfahrenin den magnetischen Meridian, zogen mit ihren Spitzen Eisenfeilichtan, senkten sich mit einer derselben gegen den Horizont, und zeigten,wie andere Magnete, mit den ungleichnamigen Polen Freundschaftgegen einander"). Morichini und Barlocci, der nach ihm dieseVersuche wiederholte, stellen als Bedingung zum Gelingen derselbenauf, daß bei ihrer Anstellung die Atmosphäre völlig heiter und reinvon Dunsten sehn mnst, da durch diese die magnetische Wirkung derSonne beeinträchtigt wird. Gilb. Ann. Bd. 43. S. 212. Bd.S. 3K7. Eine geraume Zeit nachher, nachdem Morichini seineEntdeckungen bekannt gemacht hatte (i. I. 1825), stellte eine ge-lehrte Engländerin, die Lady Mary Sommervillc, auf eineganz kunstlose Weise Untersuchungen über die magnctisirende Kraftdes Sonnenlichtes an, und hatte das Glück, kleine Uhrfedern von1 bis Ix Zoll Länge Magnctizitat annehmen zu sehen, wenn dieeine Hälfte derselben mit Papier bedeckt war, und die unbedeckteHälfte dem durch eine Glaslinse concentrirten violetcn (und, nachspätcrn Erfahrungen, auch dem blauen und grünen) Strahle einesaus englischem Flintglas gefertigten gleichschenkligen Prisma aus-gesetzt wurde. Dasselbe erreichte sie an hellen Sommcrtagen in denMittagsstunden auch dadurch, daß sie weisses (unzcrthciltcS) Sonnen-licht durch ein gewöhnliches blau oder grün gefärbtes GlaS auf diebloste Stelle der zur Hälfte bedeckten Stahlfeder fallen ließ, oderwenn sie die halb mit Papier, halb mit blauem oder grünem Bande
") Nach Morichini leistet selbst der violetc Strahl des Vollmondlichtcsmagnetische Wirtungen, und crtheilt nach längerer Bestrahlung Stahl-nadcln einen schwachen Grad von Magnetismus. Zantedcschi (inPavia) gab dagegen der Strahl des Mondes keine magnetische Wirkung,wenigstens nicht bei einer Temperatur unter P 5° k.