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falls ganz außerhalb des LichtcS fällt, und daß folglich dorthin un-sichtbare Strahlen treffen, die weniger brechbar als der rvthc sind;denn ein Thermometer, neben den rothen Strahl, in einem Abständevon Zoll von diesem, gestellt, steigt hoher, als in dem rothenStrahle selbst. Hieraus folgt, daß das Licht bei seinem Durchgängedurch das GlaspriSma in dreierlei Arten von Strahlen von un-gleicher Brechbarkeit, in leuchtende farbige und in nicht leuchtendedesorydircnde und erwärmende, zertheilt wird; daß folglich die siebenfarbigen Strahlen nicht die einzigen Bcstandthcile dcS Sonnenlichtessind, sondern daß unö die Sonne außer diesen sichtbaren Strahlenauch unsichtbare (dunkle) zusendet, deren WirknngSvermögcn vondem der sichtbaren ganz verschieden ist. ES werden durch diese ver-schiedenen Strahlen, weil sie wegen ihrer ungleichen Brcchbarkeitnicht ans eine und dieselbe Stelle fallen, hinter dem Glase demnachdrei verschiedene Sonncnbildcr erzeugt: ein desorydirendcö mit derstärksten Brcchbarkeit, welches noch über das Violett (den am stärk-sten gebrochenen farbigen Strahl) hinausragt, ein erwärmendes mitder schwächsten Brcchbarkeit, welches unterhalb des Rothes fällt, undein gefärbtes, welches in der Mitte zwischen beiden culminirtH. —Mit diesen Beobachtungen sollte aber das Gebiet der Kenntnis! vonden Wirkungen der durch daS Prisma zerlegten Sonnenstrahlen nochnicht erschöpft scyn. Domcniko Mor ich in i, Professor der Che-mie zu Rom, lenkte im I. 1812 die Aufmerksamkeit der Physiker anseine neue Eigenschaft derselben hin, indem er dadurch, daß er durchBestrahlung mit vivletcm Lichte Eisen magnetisch machte,eine magnetische Kraft in dem dunkelfarbigen Sonnenlichte nach-wies, und so die bis dahin bekannten Methoden, Magnetismus zuerregen, um eine neue vermehrte, (tz. 66.) Er brachte 6 Granschwere 2^ Zoll lange unmagnetisirtc Compaßnadeln, die mit glä-sernen Hütchen ans feinen Spitzen balanzirten, in das dunkle deS-
5) Wegen der geringere» Brechbarkcit der wärmenden Strahlen trifft auchder Brennpunkt derselbe» mit dem der leuchtenden nicht zusammen. Läßtman Sonnenstrahlen durch ein ringförmiges Prisma, das aus einer bicon-vexcn in der Mitte mit einer Scheibe von schwarzem Papier bedecktenGlase besteht, sich farbig brechen: so findet man, daß die wärmenden Strah-len um weiter von dem Glase in einen Brennpunkt sich vereinigen,als die leuchtenden.