umwickelte Feder einen Tag lang in die Sonne legte, ^nnnl. ckeellim. XXXIII. p. 393. — Vier Jahre später trat (in Pavia)ZantcdeSchi, der anfänglich die Versuche Morichini's verdächtigthatte, mit einer Reihe von Versuchen auf, welche dem Credit der-selben noch mehr Vorschub leisteten; indem er durch ein ähnlichesVerfahren, wie Morichini anwendete, Eiscnnadcln von beträchtlicherLänge (selbst durch den violctcn Strahl eines Kerzenlichtes) in einenselbst mehrere Monate andauernden magnetischen Znstand versetzte.Pogg. Ann. Bd. 16. S. 563. Auch wurde von ihm eine Steige-rung der magnetischen Kraft unter der Einwirkung des Lichtes be-obachtet. B. Zeitschrift. Bd. 1. S. 365. Er leitete mittelst einesHcliostatcn einen Sonnenstrahl in ein dunklcö Zimmer, ließ ihn hierein horizontales farbiges Spektrum bilden, und legte dann die zumagnetisircudcn Nadeln (gewöhnliche Eiscndrähtc), nachdem er sichvergewissert hatte, daß ihnen keine Spur von Magnetismus adhärire,senkrecht gegen den magnetischen Meridian, mit ihren Enden in dievioletc Stelle desselben. Ein 4 Zoll langer und ^ Linie dicker po-lirter weicher Eiscndraht nahm, nachdem er 5 Minuten lang so ge-legen hatte, an dem von dem violctcn Strahl beschienenen Ende ei-nen Nordpol an, und wurde nach Verlauf von 8 Minuten zu einervollständigen Magnetnadel mit zwei deutlichen Polen. In einer soerhaltenen Magnetnadel wurden, als sie eine Zeit lang dem violctcnStrahle ausgesetzt gewesen war, die Pole umgekehrt. An einem miteiner Orhdschicht überzogenen stark magnetisirtcn Eisendrahte erfolgtedieselbe Wirkung schon in 3 Minuten. Ein Draht von obiger Be-schaffenheit, der mit beiden Enden in den violctcn Strahl gebrachtwurde, erhielt nach 10 Minuten an jedem Ende einen Nordpol —ein orydirtcr schon in 5 Minuten. Um mit Glück die Versuche überdie Magnetisirung mit dem Sonnenlichte zu wiederholen, stellt Zan-tcdeSchi als Bedingung auf:
1) daß man keine Drähte von einem schwefelhaltigen und vonkeinem zu sehr gehärteten Eisen nehme, indem erstere sich nach sei-ner Erfahrung gar nicht, und letztere nur schwach sich magnetisirenlassen;
Z) daß die Drähte nicht zu stark sehen, und
3) daß man nicht bei einer Temperatur unter —6°, 6°, -j-1l)°Ii . crpcrimcntirc. Gegen die Einwendung, daß die Temperatur -
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