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Die Erscheinungen der Elektricität und des Magnetismus in ihrer Verbindung mit einander : nach den neuesten Entdeckungen im Gebiete des Elektro-Magnetismus und der Induktions-Elektricität für Freunde der Naturwissenschaften und besonders für Aerzte
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Vorthcil gewährt der eben beschriebene Apparat aus Platin- undEisendraht. Gewöhnlich schon nach zwei Minuten nimmt die zu ihm, gehörige Magnetnadel eine feste Stellung an, und eben so bald trittsie, wenn der Wärmequcll entfernt wird, ans o zurück; besonders,wenn die Entfernung des erstem nicht zu plötzlich, sondern allmählicherfolgt, und dadurch größere Schwingungen der Nadel vermiedenwerden. Eiw ebenso schätzbares Mittel bietet das Magneto-Thermometer zur Untersuchung der Temperatur an Orten dar, wohinunsere gewöhnlichen Thermometer nicht gebracht werden können, z. B.von dem Wasser in tiefen Brunnen und in der Tiefe des Meeres,' von der Luft in Bergwerken und in andern Tiefen dcö Erdbodens.Eine einfache Kette auS einem Stück Eisen- und Kupferdraht, diemit ihren einen Enden zusammcngelöthct und mit den andern Endenmit den Drahtenden eines Multiplikators innigst verbunden sind, istdazu geeignet. Man senkt die Löthstelle derselben z. B. bis zu derzu untersuchenden Mccrestiefe ein, während die Verbindungsstellender Kette mit dem Multiplikator außerhalb durch künstlichen Frostabgekühlt werden wo dann die Magnetnadel durch deu Bogenihrer Abweichung die Temperatur der untersuchte,? Stelle anzeigt.Becqucrcl hat durch diese Methode die Temperatur der See biszu einer Tiefe von 1000 Fuß genau bestimmt. Pcltier brauchte,um die Temperatur eines tiefen Brunnens zu untersuchen, eine thermo-elektrische Kette, die aus einem 42 Meter laugen Eisen- und auS ei-nem eben so langen Kupferdraht bestand. Die eine'der Löthstellenward in den Brunnen eingesenkt, die andere blieb in dem Zimmerdes Beobachters, wo ein in die Kette eingeschalteter Multiplikatordie Anzeige machte, welche Strömung die vorherrschende war. Dieobere Löthstelle wurde in eine Flüssigkeit getaucht, und die Temperaturder letztern so lange gesteigert oder vermindert, bis die Nadel in demMultiplikator auf o zu stehen kam, und dadurch das Zeichen gab,daß die Temperatur beider Löthstellen gleich war. Durch ein in dieFlüssigkeit gehaltenes Thermometer erfuhr er dann den Grad derTemperatur des Brunnenwassers. Mit Hülfe einer ähnlichen Kette,deren eine Junktur sich über den Firsten seiner Wohnung befindet,erforscht derselbe Physiker die Temperatur der Atmosphäre in einerHöhe von 23 Meter über der Oberfläche der Erde, und knüpft andas Gelingen dieser Versuche selbst die Hoffnung, sie mittels eines