Säule, wo die einen Löthstellcn nahe bei einander liegen, in denBrcnnranm eines Hohlspiegels gebracht, und dieser den verschiedenenWänden eines ZimmerS zugekehrt: so zeigt die mit jener in Verbin-dung stehende Galvanometer-Nadel, von dem dadurch erregten thermo-clcktrischcn Strome afficirt, genau die Verschiedenheit der strahlendenWärme an, welche von den Wänden ausgestrahlt wird. Eben sowird die Nadel auch bewegt, wenn durch ein Linsenglas Wärme indie Convergcnzstclle der einzelnen Ketten concentrirt wird. Eine auSWismuth und Spiestglanz zusammengesetzte Säule diente den genann-ten Gelehrten auch zu Erpcrimentcn über die cigcnthiimlichc LebcnS-warme der Insekten. Andere Apparate zu dergleichen Wärmcstrah-lungsvcrsuchcn sind in dem Nepcrt. v. D. u. M. Bd. 1, S. 3äK.aufgeführt. Eine zwar weniger empfindliche Batterie, als eine ausAntimon und WiSmuth gebildete, die aber leichter anzufertigen undzu einem Differential-Thermometer sehr gut brauchbar ist, giebt eineKombination von etwa 24 Paaren ganz dünnen und 1^" langenStücken Platin- und Eiscndraht, die der Länge nach an einander gc-lothct und in der tz. löl!. gedachten Methode Botto'ö um ein Li-neal gebogen werden. Da nämlich, bei manchen Versuchen dieserArt, der Eindruck einer sehr schnell vorübergehenden Wärmecrregungbestimmt werden soll: so kommt es weniger aus eine große Empfind-lichkeit und ans eine weite Ablenkung der Galvanometer-Nadel, alsvielmehr darauf an, daß in dem magnetischen Thermometer durch dieEinwirkung der zu prüfenden Wärme schnell genug ein constanterStrom sich erzeuge, durch den auch die Nadel bald (und nicht erstnach langem Traversiren) in eine konstante Ablenkung gebracht wird Hund daß nach Entfernung der Wärmequelle eben so schnell das mag-netische Thermometer aus seine ursprüngliche Temperatur (zur Wärme-Indifferenz) und die Nadel in ihre Rnhclinie zurückkehre. Diesen
Bei sehr empfindlichen magnetischen Thermometern ist dieses nicht derFall, und die Nadel nimmt bei diesen erst nach vielen Oscillationen einestationäre Ablenkung an. Um dieses zu verhindern, ist vorgeschlagen wor-den, die Schwingungen der Nadel durch eine darunter angebrachte Kupfer-scheibe zu beeinträchtigen (Z. t00.); allein es wird dadurch dem Uebcl-stande mir theitweise abgeholfen. Mellen! suchte daher die Brauchbar-keit seines Instrumentes dadurch herzustellen, daß er de» Grad der ein-fließenden Wärme nach dem Berhältniß der Größe des Bozens, um wel-chen die Nadel bei dem ersten Impuls abwich, zu dem, den sie bei derbleibenden Ablenkung machte, durch Rechnung bestimmte.