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Die Erscheinungen der Elektricität und des Magnetismus in ihrer Verbindung mit einander : nach den neuesten Entdeckungen im Gebiete des Elektro-Magnetismus und der Induktions-Elektricität für Freunde der Naturwissenschaften und besonders für Aerzte
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srrS, wie durch die Elektricität (h. 21. u. 50.), durch ihn unmittel-bar hervorzubringen, ist noch nicht gelungen. Dagegen ist durch ge-wählte Versuche Lüdecke's, Maschmann'ö und Hansteen'S dar-gcthan, daß sich durch denselben in ähnlicher Weise, wie mit dergalvanischen Kette, Metalle rcducireu und überhaupt Krystallisations-Processe befördern lassen. Letztere rcducirtcn eine Silbcrauflosuugdurch Quecksilber in hcbcrartig gestalteten Röhren, und fanden, daß,wenn die Schenkel der Röhre im magnetischen Meridiane aufgestelltwaren, das Silber im nördlichen Schenkel immer in größerer Mengeund vollkommncr krystallisirtc, als im südlichen, wo cS mit Qucck-silbcrsalz vermengt war. In der Richtung von Westen nach Ostenerfolgte die Reduktion viel langsamer, und in einem Schenkel derRöhre wie in dem andern. Lüdccke sah unter dem Einflüsse einesMagnetes im Wasser Krystalle auS Salzauflösnngcn sich niederschla-gen. Weit lebendiger liefern diese Wirkungen die elektrischenStröme, welche, wie Faraday gelehrt hat, durch starke künstlicheMagnete erregt werden können. (H. 97.) Selbst Funken werdendurch diese hervorgebracht. Die Wirkungen der magnetischenKraft auf den menschlichen Körper sind nur bei starken Magne-ten bemerkbar. Der Einfluß derselben ist im Allgemeinen er-regend für daö Ncrvcnlcben, und die Spannkraft derMuskelfasern erhöhend. Der erste Eindruck, den ein kräftigerMagnet ( scy ein künstlicher oder natürlicher), mit der Oberflächedcö Körpers in Berührung gesetzt, erzeugt, besteht in einem angeneh-men Gefühle von Wärme, dem bald eine Vermehrung der Aus-dünstung nachfolgt. Bei längerer Dauer der Einwirkung entstehenHitze, Kopfweh, Schwindel, mit Angst, fieberhaften Bewegungen undselbst mit Zuckungen verbunden. Ocrtlich entsteht an der Stelle derBerührung Jucken, Schmerz und Röthc der Haut, und zuweilen findensich nach diesen Hautausschläge ein, die schwer zu heilen find").

*) Weniger, als sie es verdient, wird die spccisische Wirkung des Magnetis-mus auf die Nerven von den Aerzten benutzt, um Krankheiten, die vondiesen ausgehen, zu heilen, obschon es nicht an Beispielen fehlt, wo derMagnetismus mit günstigem Erfolge, und oft in solchen Fällen, die demzweckmäßigsten Heilverfahren mit Arzencien widerstanden, angewendet wor-den ist. Leider ist zu erwarten, daß seine Anwendung durch die Ent-deckung der magncto - elektrischen Ströme noch mehr verdrängt werden.