angestellt, und dabei wiederholt als Gesetz bestätigt worden, daß beidiesen Proecdurcn die Metalle negativ, die Flüssigkeiten dagegen po-sitiv elektrisch werden. Die Stärke der Elektrieität ist nach der Na-tur der Metalle nnd der auf sie wirkenden Unida verschieden. Be-festigt man eine kleine, mit einer stark reagircndcn Flüssigkeit, z. B.mit Schwefelsäure oder auch einer Aetzkalilösung gefüllte Schale vonPlatin (welches Metall bekanntlich von diesen Flüssigkeiten nicht an-gegriffen wird) auf den Deckel eines Bohnenbergerschen Elektrometers,oder bringt man dieselbe sonst, isolirt, in leitende Verbindung mitdiesem, und taucht ein Meiallstäbchen in die Flüssigkeit, das von die-ser angegriffen wird: so zeigt sich die Flüssigkeit durch das Elektro-meter positiv, das Metall selbst aber, wenn es isolirt geprüft wird,negativ elektrisch. Nimmt man statt der Schale von Platin eine vonGlaS, so kann man nur die Elektrieität deS eingetauchten MetalleSuntersuchen. Die bei dergleichen Versuchen erhaltene Elektrieität istin der Regel nicht sehr stark, da sich die erregten entgegengesetztenElektricitätcn, wegen des guten LeitnngsvermögenS der Flüssigkeit unddeS MetalleS, leicht ausgleichen und man daher nur zur Beobachtungbekommt, was nach ihrer Vereinigung in der Flüssigkeit übrig bleibt.Indessen kann die in dem Metalle erzeugte -—- L! selbst bis zumFunkcngeben angehäuft werden, wenn man die Flüssigkeit gleich nachihrem Konflikt mit dem Metalle durch Abtrvpfelung auf erhitzte Me-tallplattcn in Dampfform entweichen läßt. Daher kommt es auch,daß sich so starke elektrische Erregung in dem Metalle offenbart,wenn man einen gasförmigen Körper auf ihn chemisch wirken laßt.Taucht man zwei verschiedene Metalle isolirt in dieselbe Flüssigkeit,so wird ein jedes negativ elektrisch, (das am stärksten angegriffeneam stärksteil) nnd die Flüssigkeit noch starker positiv; gicbt man einemder Metalle oder beiden eine Ableitung, z. B. durch Berührung mitdein Finger, so geht die Elektrieität der Flüssigkeit zu dem am wenig-stem angegriffenen Metalle über, und dieses erscheint daher positivelektrisch. Da die elektrische Erregung in diesen Fällen so lange an-hält, als die chemische Einwirkung unterhalten wird, so laßt sich auchdieselbe mit Leichtigkeit durch den Kondensator prüfen. Manfüllt eine zweischenklige Glasröhre mit der Flüssigkeit an, senktDrähte von -Z- Linie Dicke mit dem einen Ende, das spiralförmigaufgewickelt ist, in diese ein, und führt das andere Ende zu dem
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Die Erscheinungen der Elektricität und des Magnetismus in ihrer Verbindung mit einander : nach den neuesten Entdeckungen im Gebiete des Elektro-Magnetismus und der Induktions-Elektricität für Freunde der Naturwissenschaften und besonders für Aerzte
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