Von der Lust. §. 22S. 6?
ist: so vermag sie dem Druck der eindrin-genden dichteren Lust nicht zu widerstehenund muß sich also-wieder in ihren alten en-geren Raum über m zusammenziehen. — Esist dieß auch zugleich ein sehr schöner Beweisfür die Elastizität der Lust.
6. Es gehe durch die Haubenöffnungeiner Glocke, lustdicht eine gläserne, obenverschlossene, unten offne Röhre; man brin-ge Glocke und Röhre auf den Teller der Lust-pumpe und setze unter die Röhre ein Gesäßmit Quecksilber, aber so, daß die Röhre das»selbe nicht erreiche. Nun pumpe man ausdem ganzen Systeme die Lust tüchtig heraus,und schiebe, wenn es geschehen, die Röhrein das Quecksilber hinein. So lange dasSystem lustleer bleibt, dringt kein Quecksil»der in die Röhre. Was sollte es denn hin-auf drücken, es ist ja keine Luft da! So»bald hingegen dieselbe wieder zugelassen wird,so drückt sie auf das Quecksilber; in der
Röhre ist keine Lust, die diesem Drucke wi»
E 2