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Zweites Jahresgedächtniß des 20. Novembers 1837
Entstehung
Seite
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und in der sie fortdauernd wurzeln. — Recht! sagt die Staats,klugheit, so graben wir die Wurzeln ab; mit 1700 beginnevie Weltgeschichte, mit 1815 die Spczialgeschichte; was darü-ber hinausliegt, wird im Antiquarium aufbewahrt.

Ist es denn aber die Einheit politischer Gesinnung, diediese Macht in guter Fügung zusammenhält? Abermals neinin den alten, eng ansitzenden Koller absolutistischer Willküh-reu ist die Revolution hineingeschlüpft; drinnen alle anarchi-schen Gelüste vom puren Puten Radikalism an, durch alleFarben des ungeschlachten, des widerspenstigen, des bcgehrlichen, des nachgiebigen, des dressirten, des wedelnden Libe.ralismus, die mit feurigen oder wässerigen Zungen an derTonne lecken; außen die ganze Tabulatur conservativer Hoch-gefühle, die aus zähen Weiden Reife um die weichenden Dau

den flechten, oder sie aus Eisen schmieden. Schon! sagt

die Kluge, das ist ja eben der moderne Staat, der die Rc.volution im Leibe, den Absolutismus in allen Sehnen undKnochen, pfeilschnell auf der Eisenbahn daherfährt, hundertJahre in einer Stunde durchfliegend; mit Glück, wenn dieMaschinenmeister es in nichts versehen.

Aber die Einheit religiöser Ueberzeugung wird zum min-desten den Streitlustigen nicht fehlen, und die in der WeltGetrennten werden doch in Gott zuletzt sich geeinigt finden.Mit Nichten, hier eben will das allergrößte Zerwürfniß sichnicht verbergen lassen. Wer ist dieser Gott? wer hat ihn ge-sehen? wer kann dem realen Begriff anmuthen, einer leerenAbstraktion sich preiszugeben? So sprechen die Einen; dieAndern: wo ist Gottes Wort? In der Natur, im Geiste, inder Schrift, antworten verwirrte Stimmen; so soll es ge-deutet werden, also und wieder anders und abermal an-