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Die preußische Preßgesetzgebung, ihre Vergangenheit und Zukunft
Entstehung
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ßischen Prcßgesctzgebung und dcrcn geschichtlichen Entwickclungs-gang übersichtlich zu oricntircn. Dieser Thcil der Legislationträgt mehr als jeder andere das Gepräge wechselnder politischerAnsichten; er dankt seine Entstehung meist specicllen Veranlas-sungen und besonderen Ucbelständen, die man durch einzelneErlasse beseitigte, sobald man sie fühlte, und dies giebt ihm ei-nen gewissen rhapsodischen Charactcr, der Ncrständniß und An-wendung sehr erschwert. Zu dem Studium dieser Gesetzgebungmuß eine längere praktische Uebung hinzukommen, um sich darinvollständig zurechtzufinden. Die öffentliche Erörterung der Preu-ßischen Preßfrage wird deshalb erst eine vollständigere Grund-lage gewinnen können, wenn ihr ein Hülfsmittcl geboten wird,zur leichteren Uebcrsicht des geschichtlichen und gesetzlichen Ma-terials, zum Erkennen der starken und schwachen Seiten derPreußischen Preßgcsctzgebung, und zum Uebcrblicken der Bedin-gungen, an welche das Ergcbniß ihrer Revision gebunden ist.Diesem Bedürfnisse ist die gegenwärtige Schrift gewidmet. Dieerste Abtheilung enthält einen Rückblick auf den geschichtlichenEntwickelungsgang der Preußischen Preßgcsetzgcbung; die zweiteden Versuch, die bestehenden Vorschriften nach ihrem Zuhält,ihren Beweggründen, ihren practischen Folgen und ihrem legisla-tiven Werthe zusammen zu stellen, also das, was man einekritische Beleuchtung zu nennen pflegt. Einige Resultate hier-aus, die sich als Forderungen an die künftige Preßgcsetzgebungankündigen, sind in der dritten Abthcilung niedergelegt, unddabei hat den Verfasser die Ueberzcugung geleitet, daß sich auch