Allein die Ehre bei den Menschen und die Scholastik bekamen beiihm immer wieder das Uebergcwicht— und so blieb und ist er, wieer war. . . .
Doch alle jene bessern Nathe konnten nicht helfen. Der Wi-derwärtige setzte Alles mit Gewalt durch. Ketzerschmiedcn undHämmern war seine Lust und sein Handwerk. Das Einzige, was Gen.Bicar Nigg that und thun konnte, war, daß er, wie er Boos selbstsagte, viele Stöße von seinen Papieren und Schriften auf die Seiteräumte und verbrannte, um die Untersuchung abzukürzen und ihmeinige Leiden zu ersparen. Es waren ja acht Monate schon langgenug.
Ein von ihm in dieser Zeit geschriebener Brief giebt Aufschlußüber seine damalige Lage.
Der erste Brief von Boos üus dem Gefäng-nisse in Göggingen an einen Freund, der ihmanonym geschrieben hatte.
Lieber Bruder in Christo!
Weiß nicht, ob ich nicht etwa irre, wenn ich Sie für den Freundhalte, der mir ohne Ort und Namen den 24. März den gutgemein-ten, schnizerischen Borschlag, in das Institut des H. Ikeoeveur zu-treten, in meine Banden sandte. Der Herr machte mir so eineFreude dadurch, daß ick Ihnen auch auf bloße Vermuthung hin dan-ken muß. -— Weil H. Ikecevmir einen eifrigen Priester sucht, undich das gar nicht bin, und einen, der mitder Welt ganz abgekommenist, ich aber wirklich mit ihr im Processe stehe, und von ihr den letztenStoß erwarte, so kann ich für jetzt, diesen mir lieben Antrag betref-fend, noch nicht zusagen; inzwischen hat es das Ansehen, als wolleuns der Herr zu dieser engen Thür hineinklcmmcn, aber nicht zufrie-den mit Winken, wollen wir erst noch durch Stöße seinen Willendeutlicher vernehmen, und dann dürft ich vielleicht mit einer großenCaravanc dem Ikecovenr zueilen, und ihn um Auf- und Annahmebitten. Noll) brennt überall lauter Zorn wider uns, und weil ichvom Wächter nicht weiß, ob meine Briefe an Ort und Stelle kom-men, so wäre (im Fall Sie dieser erreichte) mir lieb, wenn Sie denschnizerischen Vorschlag auch unfern Freunden im Algau berichteten,indem da viele um Christi willen zu cxulircn dürsten gcnöthiget wer-den, welchen so eine Aussicht sehr willkommen seyn könnte.
Sie vermuthcn, Silas und Paulus singen beisammen im Ker-ker? Fürerst ist Silas nur allein (Paulus hört er, exulirc in S ^ ;das Singen betreffend, so ist Silas so vom -k'lmliimeismn.Ü8M0, iustmsmo und kittei'uiiimo umstellt, daß ihm das Singen