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sondern das Böse, daS ich nicht will, das thne ick.Rom. 7, 19.
DaS: „wenn ich gut bin", erklärt dcrKatcchiSmusnaher so: wenn ich ein Leben nach den zchcn Gebotenführe oder den Herrn und den Nächste^ liebe, undmeine Pflicht thne. lind dann heißt cS in der 23 Fr.„wenn Dn — Deine Pflicht gegen Ihn und DeinenNächsten erfüllst, waS wird die Folge davon für Dichscyn? — Antwort! ich werde wiedergeboren oder ein wah-res Kind Gottes werden." DaS ist denn nun freilichein völliges Umkehren der Hcilsordnung, ein gänzli-ches Verkennen deS gottlichen RathschlusscS, ein trau-riges Mißverstehen und Mißachten der klaren ncu-testamentlichcn Aussprüche. Der Glaube, denSckwe-dcuborg so sehr angreift, ist keineswegs, wie er meint,ein todtcr Glaube, sondern ein kräftiger, lebensvoller.Das Gefühl des Gcrechtfcrtigtseyns vor Gott wecktLiebe zu ihm, Dankbarkeit gegen ihn, heilige Entschlüsse,in der Kraft seines Geistes in einem neuen Leben zuwandeln. „Wie sollten wir in der Sünde wollen leben,der wir abgestorben sind (nemlich in der Rechtfertig-ung)". Rom. 6, 2. Weil wir wissen, daß unser alterMensch samt ihm gekrcnziget ist, auf daß der sündlicheLeib aufhöre, daß wir hinfort der Sünde nicht dienen"V. 7. „Nun ihr frey worden scyd von der Sünde,scyd ihr Knechte der Gerechtigkeit" V- 18. „So be-stehet nun in der Freiheit, damit uns Christus befreiethat, und lasset euch nicht wiederum in daS knechtischeJoch fangen". Gal. 5, t. Vergl. Joh. 8, 32. 36.DaS ist der Stand der Gnade, und da fehlt es nichtan lieblichen Früchten der Gerechtigkeit, aber cö sind