wenig die Dämonen oder höllischen Geister. Diesesind vielmehr, wie die Engel, mich ans dem mensch-lichen Gcschlechte. „Ein höllischer Geist, heißt es imKatechismus, ist ein böser Mensch im Znstand deSElends und der Verzweiflung, in den er sich selbst ge-bracht hat, zuwider der Bestimmung, für die er erschaf-fen ward." Einen persönlichen Teufel gibt es nicht;die Gcsammthcit aller höllischen Geister heißt Teufeloder Satan. DaS Geschäft der höllischen Geister be-steht darinn, „einander zu quälen und einander elendzu machen, auch bemühen sie sich, uns ebenso böse undelend zu machen, als sie selbst sind. Dieß erreichensie dadurch, indem sie unsere bösen Gemüthsstimmun-gen und unsere selbstischen Begierden aufregen. Wirkönnen aber unter dem Beistände deö Herrn diehölli-schcn Geister hindern, uns böse zu machen, und wennwir ihnen widerstehen, so fliehen sie, und der Her"und seine Engel kommen uns näher."')
Hat die heil. Schrift schon bei den Engeln nichtgestattet, unter ihnen Menschen zu verstehen, so nochweniger bei dem Teufel und den bösen Geistern. WieTafel behaupten mag**) in Matth )3, 39. werde derTeufel der feindselige Mensch genannt, ist unbegreiflich.Jeder sieht ein, daß Christus hier, wo er das Glcichnißvom Unkraut erklärt, nur sagt, unter dem Bilde des Fein-des, der es säe, habe er den Teufel verstanden, nichtaber: der Teufel scy ein feindseliger Mensch. Gestehtdoch Tafel gleich darauf zu, es werden dem Teufel inder heil. Schrift solche Eigenschaften zugeschrieben,
*) Katechismus S. 12. ff.
") Swedenborg und seine Gegner II. 2, S, 182.