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Emanuel Swedenborg, der nordische Seher
Entstehung
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Gedankcnbild werden! Swedenborgs Engel hören die hei-lige Schrift am liebsten von Kindern mit anmuthigerStimme lesen, welches bei ihm selbst auS Erinnerungoder ans Neigung der Fall gewesen zu scyn scheint.Bis ins 12te Jahr, heißt eS, war er immer geschäftig,vom Glanben und von der Liebe zu sprechen, welchebeide dann auch, als ihm, wie er sagte, daö Innereanfgcthan ward, die Grundpfeiler seines Himmelreichswurden. Eindrücke der Kindheit also belebten sich, alser in seinen sonderbarenZustand gcrieth, vor ihm, per-sonifiziret." Doch verweilen wir erst bei seiner Bil-dungSgcschichte!

Er studirte zu Upsala mit großem Flciße Philo-logie, Philosophie, vor allem aber Mathematik undNaturwissenschaften. Ausser einer im Jahr 1709 vonihm herausgegebenen Dissertation über ausgewählteSentenzen von Sencca und andern erschien noch amEnde seiner akademischen Laufbahn im Jahr 1710 zuSkara I^uckus llolioonius sivo oaimina iniscollano?.,«juao vaiiis in loeis cooinit I>irn.8^vL<1lzLi'A Wenngleich die Lobeserhebungen deö Grafen Höpkcn über-trieben sind,Swedenborg war in seiner Jugend eingroßer Dichter und Ovid würde sich seiner Poesienicht geschämt haben,"*) so muß doch zugegeben wer-den, daß jene poetischen Versuche ein nicht unbcdeutcn-deö Talent für Poesie verrathen. Auch sind sie Zeu-gen von der Gewandtheit des Verfassers in der latei-nischen Sprache. Ucberhaupt war Swedenborg in Al-lem, was er umfaßte, gründlich und gediegen, wie mitder lateinischen, so auch mit der hebräischen und gric-

') Bei Tafel S, 54.