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Besonders zeigte sich bei Swedenborg eine früheEmpfänglichkeit für religiöse Eindrücke. Er erzähltin dieser Beziehung selbst von sich: „von meinem vier-ten bis zn meinem zehnten Jahre, waren meine Ge-danken beständig voll von Betrachtungen über Gott, überdie Erlösung, über die geistigenZnstände (p-is-ckons) dcöMenschen. Ich offenbarte im Gespräch oft Dinge,welche meine Eltern mit Staunen erfüllten, so daß siezuweilen sagten; eS sprächen gewiß Engel durch meinenMund! Von meinem sechsten bis zn meinem zwölftenJahr war es mein größtes Vergnügen, mich mitden Geistlichen über den Glanben zn unterhalten, denenich dann oft bemerkte, Liebethätigkeit oder Liebe seydas Leben des Glaubens und diese lebendig machendeLiebethätigkeit oder Liebe sey nichts anders als dieLiebe zum Nächsten. Gott verleihe diesen GlaubenJedem, er werde aber nur von solchen aufgenommen,welche jene Liebethätigkeit üben."*)
Was der 12jährige Knabe nicht Alles weiß, undwie er die Geistlichen belehrt! Blickt hier nicht einekleine Eitelkeit und Selbstgefälligkeit heraus? Und wiehieß daöObigc? „Es sprächen gewiß Engel durchwei-nen Mund"! WaS Wunder, wenn ihm seine Elternsolche Dinge vorsagten, daß er am Ende wirklich daranglaubte. Wie wahr sagt Herder:**) „oft hat mangesehen, daß dergleichenLobsprüche, die man dcmKiudeertheiltc, sammt der ganzen kindlichen Welt und Denk-art in gewissen Jahren zurückkehren und ein festes
') S. Tafel S. 27g.") Aeraftea 3 Band. S, 3Z2