-53
Der Plan, den der Herzog von BraUn-schweig, als Oberfeldherr der preußischenArmee, entwarf, gründete sich auf die Vor-aussetzung, daß Napoleon, der, wie Lurche-fini behauptete, aus Politik den Vorwurfdes Angriffes zu vermeiden suchte, an demlinken Ufer der Saale sich aufstellen würde.Aber die andern Feldhcrrn stimmten nichtmit ihm überein. Der Fürst von Hohcn-loh, und sein Genernlquarticrmeister, Mastseubach, bestanden darauf, daß der linkeFlügel der Armee, über Hof, in das südlicheFranken, vordringen müsse. Diesen Vor-schlag suchte Massenbach, in dem Kriegs^rath, der (5. 6. Ott.) zu Erfurt gehaltenwurde, mit den einleuchtendsten Gründendurchzusetzen. Allein der alte Oberfeldhcrrschmiegte sich an diesen Vorschlag so wenigan, daß er den Urheber desselben vielmehretwas unsanft zurückwies. Der König selbstwollte nicht entscheiden. So wurde keinfester Plan verabredet, und so zeigte sichschon hier der Einfluß des Mistrauens, derlaunigen oder absichtlichen Nichtübereinstim-mung, sehr auffallend. Während daß dieOberbefehlshaber nicht recht wußten, was
sie