krieg nicht helfen wellen noch bewilligen kunnen. Derhalbenseind sie an ir gcwarsamb van diser statt gezogen. Wie sichaber der krieg ans mangl des gelts enden nnd der kayserallain die victorien erlangte da ward mit Höchen stechen nndbiten aines erbarm raths diser Herr Antonias Fngger gebeten,daß er sich ainer Unterhandlung gegen dem kayser (doch ausime selbsten) unterfangen soltc: weliches I. g. mit sollichentreuen verrichtet, daß ohn vergiessnng der zäher') davon nichtzu schreiben ist. Dann er dem kayser zue fueß gefallen undS. mt. auf seinen kniien mit aufgchabnen henden und zacheren-)angen umb gottes nnd seiner barmherzigkait willen für Angs-pnrg, sein vatcrland, gebeten, weliches der kayser hat nullenin raub stecken, daß S. mt. dasselbig widerumb zu genadenwell aufnemen. Und er hat in solicher bittung den kayserdermassen zu barmherzigkeit bewegt, daß S. mt. dem rath ver-zigen und an der straf 50 VW sl. hat fallen lassen. Er hatauch nicht allain neben den gesanten des raths zu Tonan-werth vor dem kayser den fueßfahl gethan, sondern als kamgelt in gcmaiuer statt verhandelt und ein rath eine hohe suma,tausentst gülden schuldig war, da hat er aincm rath aus 4 jarlang, ohne allen interesse wider zu bezalen, 800V0 sl. für-gestreckt und erleyt. Desshalben ein erbarer rath gemeltemHerrn Antvui Fugger zu ehrir und guetcr langwiriger ge-dechtnus mit erzelung aller seiner wvlthaten in aines erbarmraths yuech einschreiben lassen und den Herrn Fugger Wasser-rohr in ire Heuser verehret hatU) Und riachdem ain erbarerrath aus vileu beweglichen Ursachen nnd insonderheit daß diealten geschlechter von 53 biß ans 8 geschlechter abgestorben,als aber anno 1538 dieselben alten geschlechter in der stattAugsyurg widerumb zu ersezen, da wurd dis Fuggerische ge-schlecht von der gilgen zu disem ehrlichen stand von ainemerbarn rath auch beruefen uud also neben andern hohe ge-schlcchter erhechet/') Daun die Herrn Fugger über die IVO jarder geschlechter sich mit denselben befreundt und der herrn-
') Zähren. jh^änenden. roste 80000. Y d. h. der Rath hatin die Fuggcrischen Häuser Wasscrröhrcli aus dem städtischen Wasserwerk leitenlassen. Stetten I. 885. - iy Stetten 1. 351—53.