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Chronik der Familie Fugger vom Jahre 1599
Entstehung
Seite
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ires vatern mit allem christlichen wandt erzogen worden. Undals dis freylein Ursula Fuggerin 19 fahr ihres alters erlangethcte, da ist sie dem wolgebornen Herrn Herrn Joachim grasenzu Ortenlmrg ehelichen vermechlt worden, und ward die Hoch-zeit sambt dem bcyschlaf anno 1349 auf 19. mai zu Mül-hausen mit allen herrlichen freuden gehalten. Weliche dannin werender ehe auch Herrn und freylein ehelichen erzeugthaben. Sie ist aber anno 1579 auf 7. septembcr verschiden;der seel got genedig fei, amen!

Der wolgeborn Herr Christof Fugger, welchen ich mitvleiß vor andern feinen bruedern setze, weil er unbeheuratledigs stands verschiden, der ist geborn anno 1520 auf 4. februari,und er ist durch feiucn Herrn vatern mit seinen praeLeptorasmit grossem vleiß erzogen worden und in aller gueten kunsterlernet rrnd unterwisen worden. Und nachdem er von persanseinem vatern Raymundo Fuggern vast enlichen, schon, lang,gerad, gelbs haar und bart, ganz lieblich, artlich und adelichengewesen, desshalben er von den edlsleuten in Frankreich, Hi-spanien und Jtalin vast geliebt worden. Diser Herr ChristofFugger, nachdem er in der Fuggerischen teilung der ligentengueter zu Augspnrg kain aigne Fuggerische behausung gehabenmügen, da hat er ime selbsten ain behausung erkauft, ystztabgebrochen und aber das colegiumb bei sanct Anna kirchendahin gebaut; daselbsten er die ganze zeit seines lebens in demledigen stand sein Haus und Hofhaltung gefuert. Aber in derFuggerischen tailung der ligenten gneter ans dem land hat erim das herrliche einkommen in Neapolis auserwelt, welicheseinkomen von dem kinig aus Hisyania hersleust, so jerlich12 000 ducaten belauft. Ebenmäßig haben des Herrn AntoniFnggers erben järlich bei disem einkommen 12000 ducaten.Und als diser Herr Christof Fugger ain hohes alter, auf 59 jarlang komen, da ist er anno 1579 auf 2. aprili in gott ver-schiden und in sanct yredigercloster zur erden bestattet worden;dem gott genedig sey, amen! Da haben seine erben hernachnach seinem absterben, weliche seines vatern brueders söhn ge-wesen, ohn alle andere sarnus, haab oder gueter, der dannauch nicht wenig seind gewesen, allein an barem gelt, das von

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