Druckschrift 
Chronik der Familie Fugger vom Jahre 1599
Entstehung
Seite
22
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vatern Herrn Balthasar Eniger, geschlechter und burger zu Ulm,ehelichen vertraut, und mard die Hochzeit samt dem beyschlafanno 1504 in der statt Augspurg mit allen ehrn gehalten;Weliche dann auch linder mit einander erzengt haben. Er istaber anno 1520 und sein gemahl anno 1521 gestvrbcn, dengott genedig sey!

Jnnkfrau Sibilla Fuggerin mard die viert ehelichetvchter. Dise ist geborn anno 1488, auf 22. angnsti undgleicher gestalt in den: Hans irer eitern mit allen tngentlichenehrn erzogen worden. Gar eine scheue und erbare junksrawist dise Sibilla Fuggerin gewesen. Dise wnrd in dem 24. jarires alters den: edlen und vesten Herrn Hans Marx vonAurhofen ehelichen versprochen. Und als anno 1512 sein Hoch-zeit, einreit und beyschlaf solte gehalten werden, da hat aincrbarer rath gemainer bnrgerschaft aufsagen und verkündenlassen, wer dein Herrn brentigamb und der prant zu ehrn mitseinem Harnisch und gewchr in gueter ordnung uiUer den ver-ordneten haubtleuten ainesi erbarn raths entgegen zieheilwellen, die mögen sich rüsten und ans. dem fronhvf sich ver-samblen. Da kameii bei, 2000 man in liechten Harnisch indreyen stunden ans dein fronhvf znsamen, lind haben diebnrgermaister, iliit iiainelt Jhronimus Welser und IllerichArtzet, den versambleten biirgern zu hanbtleiiten geordnet HerrLeonhard Jndenman, nüi bayrischer edelman und bestelterhaubtiiiaii d»r statt Augspurg, mich zum fendrich ChristofHämerlcin und Niclas von Koburg. Die zugeii viit güeterzngordnung zu dein Wertackerbrnggen thor hinaus ans Onez-brach,') alda sie bey 1'/» stund verharten, bis daß der brenti-gamb mit seinen gefreunden vom adl bei 160 pferden kommen.Da ward (er) von den Herrn bnrgermaister sambt iren twi-stenden mit 260 pferden empfangen, den volgents das snes-volk mit einer gncten zugordnnng zu den: Gögginger thorherein, und zogen der prant zu ehrn über den rinter- oderheymarkt für Herr Ulrich Fuggers Haus; da ward denselbigen6 vaß wein zu vertrinken verehrt, an dem nit ein trepfleinuberbliben.

') Nicht zu ermitteln; vielleicht verderbt für Ostcrbach (B.-A. Würtingen).