2.16 III. A b t h e i l u n g.
2^. Der Begnadigte.
Ueder Psalm 54, O>. Ich halte viel Vekümmcrniß in meicnein Herzen; Aber Deine Trbsiunscn erquicke»meine Seele.
immer fand ich nicht die Ruh',den Frieden meines Lebens.
Ich lief so manchen Quellen zu, —
doch — ach! ich lief vergebens!
Kein Wasser reichten sie mir dar,
das meiner Seele Labung war,im Durst nach Ruh' und Frieden.
So lechzte ich bei Tag und Nacht
im Durst, den Nichts kann stillen —
Kein Glück der Welt — nicht ihre Pracht —
nicht ihi er Freuden Füllen;zwar dünkte mich ihr Nektar schon;
doch'Seelenruh' und Wohlergehnfloh mich in dem Gennße.
Angst, Unruh' und Bekümmerniß,
verfolgten meine Schritte,und bange Nacht und Finstcrniß,
umschwebten meine Tritte.
Ich wankte zweifelnd hin und her,
„Ob auch für mich Vergebung war,»für alle meine Sünden?,,