Lieder.
207
ic>. An den Leidenden.
95rmer Bruder! dem die harte Bürde,dieses Lebens schwer und drückend fallt;
Dulde muthig! Leiden bringen Würde —bringen Wonne in der bessern Welt.
5?br' und glaube: Wer mit Thranen saet,der soll erndten dort mit Freuden einst.
Seelig bist du, wie's verbeißen stehet,wenn du hier gerechte Thranen weinst.
WaS ist aller Kummer — alles Leiden,das dein kurzes Leben Dir vergällt,gegen die unnennbar großen Freuden,die der Himmel für Dich vorbehält.
Er, dein JesnS kennt des Frommen Sehnen —-jede Zahre, die ihm rann herab;und einst troknet er ihm seine Thranenim Genuß der Liebe scclig ab.