d. h. Schrift, zumSeegens-Gen. fürsHerz. 17z
objcct, welches sie dem Menschen stets vorhält, nnd inwelchem sich alle Verhandlungen zwischen Gott und demMenschen, alle Forderungen und Verheißungen, als ineinem Punkte verbinden, so würde denn nun zu demBegriff der in der ZZibel herrschenden Einfalt, auchferner dis gehören, daß sie den Glanben an Jesumund sein Versöhnungs-Werk, überall zum Hauvr-Vor-wurf hat, worauf sie alle Verpflichtung und Motivezum Guten, alle Bewegungsgründe, Mittel und Kraftzur Rückkehr und Errettung der gefallenen Menschheitherleitet. Und wenn diese in der Schrift herrschendeEinheit, oder Einfalt ihrer Lehren, ihr den Charakterdes Göttlichen geben, so würde endlich auch derjenigeVortrag der Wahrneicen der heiligen Schrift, der an-bcfohlnen Einfalt des Evangelii gemäß, und nach demeigentlichen evangelischen Sinn, desto einfältiger seyn,je mehr er sich nach jenem Charakter der heiligenSchrift bildet, und Jesum Christum den Gekreutzigten,als die Hauptwahrheit und Lehre des ganzen Evangelii,zu der Quelle macht, woraus alles geschöpfet, nnd wo-hin alles geleitet wird, was irgend dem Menschen zurBeförderung seines Heils gesagt, und vorgestellt wer-den kann.
§. 42.
Endlich würde nach dem Angeführten, zur wahrenEinfalt eines Herzens gehören, welchem das Wort dergeoffcnbarten Wahrheit ganz zur Heils und Scegens-qnelle werden kann, daß eö mit jenem bemerkten un-verrückten Blick auf Jefum, die heilige Schrift liefetund betrachtet, denn alSdenn erst können wirs erfah-ren, daß sie beides göttliche Kraft und göttlicheWeisheit enthalt i Cor. 1,24. daß es eine GotteS-kraft ist, die da seelig macht alle, die daran glauben,Röm. 1, 16. daß unser Glaube nicht auf Menschen-Weisheit; sondern auf Gottes Kraft bestehet — daß sie