H. i.
^he der Menftl) die heilige Schrift zum wahren Heilseiner Seele gebrauchen kann, muß ee erst davon leben-dig uberzeugt seyn, daß sie Gottes Wort, und wah-ren göttlichen Ursprungs ist. So lange unserHerz noch hieran zweifelt, kann ups das göttliche Wortkeine Quelle werden, ans der wir Hülfe, Trost, Beleh-rung, Heil, Seegen und Leben schöpfen; Es kann füruns nicht die Mutterbrust seyn, aus welcher xine Gottliebende und hungrige Seele himmlischen Trost und Le-bensunterhalt sauget. ES kann nicht die Grundsauleunserer Hofnung, nicht der hellstralende Morgenstern desGlaubens von unserer ewigen Secligkeit werden.
§> 2.
Die Schriftgelehrten beweisen die Göttlichkeit derheiligen Schrift, auf eine zehnfache Art, alS: aus derHinlanglichkejt ihrer Lehren zur Seligkeit; aus ihrermajestätischen Schreibart; a»S dem Altcrthume derSchrift; ans der Treue der Verfasser; aus denWundern; aus der wunderbaren Erhaltung der Schrift,bei dem Haß des Satans und der Welt; Aus demso lange Zeit her, mit Blut versiegelten Zeugnisder Kirche; aus der Wahrheit und Heiligkeit derselben,und endlich, ans dem innerlichen Zeugnis deSheiligen Geistes, im Herzen der Glaubigen.
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