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Unterhaltungen für gläubige Seelen
Entstehung
Seite
140
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iHO V. Cap. Etwas über

Wenn mir alles so leicht gemacht würde, wie diesemoder jenem sein Fortgang in der Nachfolge Jesu ge-macht wird n. d. m. So lange wir noch so denken,haben wir den Kindes-Sinn, den der Heiland vonNnS fordert, noch nicht erreicht, und unser Herz kannso lange auch nicht mit aller Freude und Friede imGlanben erfüllet werde», Rom. iz, iz. die doch eineFrucht des Geistes, der wahren Liebe und des ganzenVertrauens zum Heilande sind, Gal. z, 12.

S, y.

Und wäre eS nun auch, daß dieser oder jener un-serer Bruder und Mitberufenen, auf seinem Wege we-niger Noth, Kampf, Widerstand von Menschen, weni-ger Stohrnng, Leiden und Widerwärtigkeit zu erfahrenhatte wie wohl wir uns hierinn nur zu oft irren,indem viele begnadigte Kinder Gottes, im Stillenund Verborgenen, manch schweres Ercutz ihremHeilande nachtragen, welches oft niemand, als Er undsie kennt und erfahrt, so wenig als im Gegentheil,den seeligcn Genuß, den sie auch im Verborgenen amHerzen Jesu haben ich sage, wäre eS auch, daßAndere einen leichtern und ruhigern Weg, als wir, ge-führet würden, so fragt Paulus: Wer bist du denn,v Mensch, daß du mir Gott richten willst? Sprichtauch ein Werk zu seinem Meister: Warum machst dnmich also? Rbm y, 20. 21.

Ä, 10.

Statt dessen halte ich es für ein Kind Gottes ge-ziemender und vortheilhafter, wenn es so denkt: Ichbin verdorbner, unreiner, schwächer im Glauben, imVertrauen, und in der Liebe zu Jesu, als dieser undjener meiner Brüder, darum muß ich mehr Züchtigung,mehr Ucbung und Läuterung haben, und daher meint