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Unterhaltungen für gläubige Seelen
Entstehung
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129
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die den Weg zum Leben betreten. 12.9

läutert und von den Schlacken des natürlichen, unrei-nen Sinnes, gereinigt werden müssen, um der Heili-gung theilhaftig werden zu können, und daß dazu aller-lei Arten der Leiden und Trüdsale innen so nochwendigund unentbehrlich sind, als es das tägliche Brod zurUnterhaltung des natürlichen Lebens ist; Und da kommtes ihnen nicht sowohl darauf au, durch wen ihnendie Gelegenheiten zu ihrer Uebuug gegeben werden,als vielmehr darauf, daß sie solche nach demWillen Jesu, zu ihrem Heile recht benutzen.

Man sieht oft, daß sich auch begnadigte KinderGottes mancherlei Noch selbst machen, deren sie nachunserer Meinung eutübrigt seyn können. Ja ofterkaufen wir uns Noch und Leiden mit vielem Gelde,und bezahlen das sebr theuer, was wir alsdann als einedrückende Last hinweg wünschen: Aber man darf sichdarüber nicht wundern; Wann uns andere keine Leidenverursachen; so läßt es der Heiland zu, daß wir unsselbst in allerlei Noch bringen, eben darum, weil eszur Beförderung unseres Heils uothig ist; Darum, weilDu Gott lieb wärest; so mußte es so seyn, sagteder Engel Raphael zum Tvbia, ohne Anfechtungkonntest D» nicht bleiben, auf daß Du bewähret wür-dest. Tob. 12, iz.

§. Z2.

So stachlicht dieser Baum der Leiden und Anfech-tungen ist, von welchem der Ehrist Früchte sammlcnmuß; so herrlich sind doch die Früchte, die er von ihmtinärndtet. Hier sind einige dieser seeligen Früchte, die