ii4 I^-Cap. Ueber d. Zustand u. Sinn derer,
gewist alle, die den Weg des Lebens betreten, und sichzu Jesu hinmachen, kommen mühseelig und beladen zuihm, Matth. 12, 28. Wenigstens ist dis der ZurufJesu Christian alle, welche Nuhe der Seele beiihm finden wollen.
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Erscheinet nicht leer vor mir, war die Forde-rung Gottes an sein Volk, 2 Mos. 2Z, iz. und nochist eS dieselbe, an diejenigen, welche der Heiland znsich ruft. Und was sollen wir denn dem Herrn dar-bringen? — All unser Sünden-Elend, — all unserVerderben, und alle die schweren Lasten, unter denenunser Herz, bei der lebendigen Erkenntnis unsers trau-rigen Justandcs in der Entfernung von Jesu, seufzet.
§. st.
Je beladcner wir sind, je mühseeligcr uns die Lastunsers Verderbens macht, desto sehnlicher wird dasVerlangen nach Jesu seyn; desto mehr werden wir eilen,seiner Hülfe und seines Trostes thcilhaftig zu werden.
Uno gewiß, wenn diese Sehnsucht nur unser Herzbelebt, so kommt der Heiland einem jeden, der es red-lich meint, mit seiner Gnade und Kraft entgegen, undnimmt uns die Centner-Bürden unseres Elends liebe-voll ab. Wenn er einer Seele die Worte klar macht,und ihr die G'laubenszueignung derselben schenkt: „Für-wahr er trug unsere Krankheit, und lud auf sich unsereSchmerzen — und um unserer Mifsethat willen ist erverwundet, um unserer Sünde willen geschlagen wor-den; die Strafe liegt auf ihn, auf daß wir Friede hat-ten, und durch seine Wunden sind wir gehcilct. Jes.53, 4> 5' — O! dann wiro dem Menschen wohl, und