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Unterhaltungen für gläubige Seelen
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105
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Annahme des Rufes der Gnade. 105

ren zu ihm, der doch nur ein schwaches Vor-bild Christi war; denn so wie Salomo der Fricdsame,der geliebte des Herrn, 2Sam. 12, 25. der weise Kö-nig war, 1 Kon. 2, 2y. in Ruhe und Sicherheit re-gierte, und den Tempel des Herrn erbauete; 1 Kon.4, 25. So ist Christus der rechte Friede-Fürst! Es.y, 6.Der Geliebte des Herrn, Matth, z, 17. Col. 1, iz.Die Weisheit selbst: Col. 2, z. Joh. 2, 25. ein König,in de,sein Reiche Gerechtigkeit, Friede und Freude imheiligen Geiste wohnt: Rom. 14, 17. und der denTempel Gottes, von dem er selbst der Eckstein ist, er-bauet hat: Eph. 2, 20. 1 Pet. 2, 5.

Aber, nein! so unendlich mehr Jesus, als Salomoist, so sind ihrer doch nur wenige, die ihm zulaufen,seine Weisheit, die er vom Himmel hernieder gebrachthat, zu hören und zu lernen: Joh. 8, Z8. Woherkommt das?

22.

Die heilige Schrift beantwortet diese Frage hinläng-lich: sie sagt: die erste und allgemeine Ursache, warumdie Menschen das Zeugnis von Jesu nicht annehmen,und warum sie von ihm entfernt und zurückbleiben,liegt darin«: weil sie nicht wollen: So sagt Johan-nes: der vom Himmel kommt, ist über alle, und zeu-get, was er gesehen und gehöret hat, und sein Zeug-nis nimmt niemand an, Joh. z, zi. 32. und der Hei-land selbst klagt: ich bin kommen in meines VaterSNahmen, und ihr nehmet mich nicht an;, So ein an-drer wird kommen in seinem eignen Nahmen, den wer-det ihr annehmen: Joh. 5, 43. Unser Wille aber istdem Gnaden-Rufe darum widerstrebend, und zur An-nahme Jesu abgeneigt, weil die Weltlicbe unS zurück-hält, und nnsern Verstand verblendet, so daß wir inunserm Dichten eitel sind, und unser unverständiges

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