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Unterhaltungen für gläubige Seelen
Entstehung
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50
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50 I. Cap. Ueber den natürlichen

§. i.

Von Natur sind wir alle nach der Erklärung desgöttlichen Wortes, wie die Heiden, die von Gott nichtöwissen, I Thess. 4, Z.; Unser Verstand ist verfinstert,und wir sind entfremdet von dem Leben, das aus Gottist, durch die Unwissenheit, so in uns ist, und durchdie Blindheit unseres Herzens: Ephes. 4, 18. In die-sem Znstande sind wir Feinde Gottes, Rom. 5, io. dienicht den Willen Gottes, sondern den Willen des Flei-sches und der Vernunft in bösen Werken thun. Col. 5,21.

Wir leben ausser der Bürgerschaft Israel, und lebenohne Gott in der Welt, so lange wir ohne den Glau-ben an J'esum Christum sind. Ephes. 2, 12. iz. Wirsind entfernt von Gott, setzt der Apostel hinzu, so langewir ihm nicht durch das Blut Christi uahe worden, durchwelches allein die natürliche Feindschaft zwischen Gottuiid den, Menschen weggenommen, und der Friede her-gestellet werden kann. Jcs. zz, z.

S> 2.

„Wenn ich mir die traurige Beschäftigung mache,„meinen Sinn mtd Wandel und mein Leben, in inei-„nem vorigen unbekehrtcn Zustande zu untersuchen, so„muß ich vor Dir, 0 Herr! schaamroth bekennen, daß„mein ganzes Leben heydnischer Sinn und Wesen war.„Auch ich folgte den Trieben und Lüsten des Fleisches„ und der Vernunft. Zwar rühmte ich mich Deiner Er-„kenntnis, aber mit meinen Werken Verleugneteich Dich!„Tit. l, 16. Ich ging fremden Gottern nach, und„ opferte ihnen, wie es nur irgend Heyden thun. Augen-„lust, Fleischeslust und hoffärtigcs Wesen, waren die„Götzen, denen ich dienete, die ich liebte, und denen„ich mein Her; zum Opfer brachte.