von Arabien.
-9
liegt, und was das Herz allein im Licht des Glau-bens erkennen kann, dem letztern zu unterwerfen, nurin Göttlichen Dingen dem Glauben Gehorsam zu leisten.
Um dieses Stolzes willen erklart das gött-liche Wort, die Vernunft als eine Feindin desGlaubens, und dis Urtheil wird von der Erfahrungaller wahren Gläubigen unterschrieben.
Hätte unsere Seele nicht das göttliche Licht ver-l o h reu; so konnten wir durch die Vernunft, Gott erken-nen, und in ihrem Lichte den Weg zur Seeligkeit gehen;Jetzt aber bleibt für uns nur der Weg des Glaubensübrig, welcher zur Wiedererlangung des gott-lichen Lichts leitet.
Unsere Seele verlbhr aber das göttlicheLichts als Unser Herz die Liebe zu Gott ver-kehr; daher beruhet Nunmehr die Wiederkehr zumLichte, aus der Wiederkehr des Herzens zur LiebeGottes, Und die Grade des Lichts bestimmen sichNach dem Grade der Liebe zu Gott, — eine derVernunft eben so unbegreifliche als verhaßte Wahrheit!Diese Liebe nun Mit Vertrauen verbunden, ist daSWesen des lebendigen Glaubens, der darum durch dieLiebe gcwürkt, und würkend und thätig gcnennet wird:Galat. 5, 6.
Das Gcbieth der Erkenntnis für unsere Vernunftist nach dem Verluste des göttlichen Lichts, in dieGrenzen des Sinnlichen und Jrrdischen einge-schränkt; das Gebicth des Glanbens aber geht über-wärts ins Ueberirrdische und Göttliche, wie SalomoProv. i g, 2 g. anmerkt. PauluS setzt daher dem Glau-ben die Regel: Suchet, was droben ist, da Christusist sitzend zu der Rechten Gottes; trachtet nach dem, wasdroben, und nicht nach dem, was ans Erden ist. Eol. z,
Nicht allein in dieser Verschiedenheit der Wür-knngskrevse und Gesichtspmicte liegt der Grund, daß
Bs"