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Unterhaltungen für gläubige Seelen
Entstehung
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von Arabien. 9

aber es benutzt eben so wenig ihre Verbindung zumHeil ihres Glaubens.

Wenn man sich nun die Königin von Arabien ineinem doppelten Gesichtspunete vorstellt, einmal als dieBeherrscherin eines großen Reichs, und als die Besitze-rin großer Schatze und Neichthümcr, die ihr wohl diehohe Meinung von vorzüglicher irdischer Große gebenmochten! Ferner, wenn man damit den hoben Begriffverbindet, den sie, wie schon gedacht, von der Weisheitund der Erkenntnis der heydmschen Weisen ihres Volkeshatte, und welcher dem Glauben wohl nicht leicht Raumgeben konnte, daß eS noch irgend Menschen geben konnte,welche mit höherer Weisheit und Erkenntnis begabtwaren, wenn man, sage ich, die Königin aus die-sem doppelten GesichtSpunctc betrachtet, so wird manleicht erachten können, welchen Eindruck cS auf sie ge-macht, welches Erstaunen und Verwunderung inihr erweckt wurde, als ihr daS Gerücht zu Ohren kam,daß ihr Zeitgenosse, der regierende König Salomo zuJerusalem derjenige sei, den Gott unter allen Regenten 5.

in der Welt mit so großen Reichthümcrn, Macht, Ehre,

Größe und Herrlichkeit, und mit so vieler Weisheit be-gabt habe, als sie noch nie ein König gehabt, und nachihm auch keiner mehr haben werde, i Kön. g, go-gg.Cap. 10,-24. Prcd. Sal. r,.

Niedren, nur am Sinnlichen Hangenden Seelen, denender enge KrcyS ihrer alltaglichen Erfahrungen im Nich-tigen, Eiteln und Irdischen genügt, die für sonst nichtsSinn und Empfänglichkeit für sonst nichts'Oefnungund Begierde haben, als was im engen Bezirk der gro-ben Sinnlichkeit liegt die im Taumel des irdischenSinns, die innern Ahndungen vom .Höher» und Göttli-chen verdrangen, und die Zeugnisse desselben, die sichihnen oft ungesucht darstellen, entweder gar nicht ach-ten, oder als Thorhcit, Schwärmerei) und Aberglauben

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