Druckschrift 
11 (1803)
Entstehung
Seite
250
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Die Katholiken und die Protestanten,hie ihre Erbitterung gegen einander immerweiter trieben, waren indessen wegen desKalenders in einen neuen Streit gerathcn.Julius Casar hatte doch in seinem neuenKalender festgesetzt, daß alle 4 Zcchrc einSchalttag Sratt finden sollte. Da jedochdas Jahr nur aus g Stunden und nochnicht völlig 49 Minuten über Z65 Tagebesteht, so schaltet man alle 4 Jahr? über44 Minuten, und folglich hcynahe drehViertelstunden, zu viel ein. Dies; macht inhundert Iahren gegen 20 Stunden aus.Man muß daher von einer Zeit zur anderneinen Schalttag auslasse!?. Dieß war aberseif dem Mittelalter so wenig beobachtetworden, daß man nm diese Zeit zehn Tagezu viel im Kalender hatte. Der damahligcPgbst Gregor XIII hielt sich dadurch berech-tigt, in seinem neuen Kalender (1581)zwischen dem ztten und i;ten Ocrober10 Tage auszulassen. Von der Nothwen-higkeit dieser Auslassung waren aber selbstmanche Gelehrte so wenig überzeugt, daß sieden neuen Kalender für ein Narrcnwcrkerklärten. Sodenn Mißfiel auch die Art,

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