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11 (1803)
Entstehung
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Ländern, wo dir katholische Religion nochdie meiste Herrschaft ausübte, wo ein mäch-tiges Domkapitel seine Wahlrechte nicht auf-opfern wollte. Diese Erfahrung machte derKurfürst Gebhard von Cöln. Gebhard, eingehobener Truchseß zu Waldburg, ein Freundder sinnlichen Vergnügungen, fand die schöneGräfin Agnes von Mansfeld, eine Stifts-dame von Gieresheim, die ihre in Cölnverheyrathete Schwester oft besuchte, soäusserst liebenswürdig, daß er nicht eherruhig war, als bis er sich im Besitze ihrervertrautesten Liebe sah. Gebhard, der dasSchloß Poppclsdorf zu seinen! Aufenthaltewählte, legte, zu Bonn, wo er ihrem Schwa-ger eine Wohnung angewiesen hatte, man-chen Besuch bey ihr ab, und wurde ebenso oft von ihr besucht. Dieser zärtlicheIlmgang hatte schon über zwep Jahre ge-dauert, als das Gerüchte ihn (1582) denBrüdern der Agnes in Thüringen bekanntmachte. Diese, die es für einen großenSchimpf ihrer alten und edlen Familie hiel-ten, daß ein Fräulein aus demselben eineMaitresse abgeben sollte, reisetcn sogleichzum Kurfürsten, und droheten ihm und sei-

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