Druckschrift 
10 (1802)
Entstehung
Seite
383
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aber sein Nachfolger, Montenegro, bewiesnicht weniger Standhaftigkeit. Der Erz-herzog Albert wurde jedoch durch den Geld-mangel abgehalten, der Stadt zu rechterZeit Hülfe zu leisten.

An diesem Geldmangel war Philipps IIschlechte Staatswirthschaft Ursache. Er hatteden italienischen und niederländischen Kauftleutcn für die ungeheuren Zinsen, die erihnen für die vorgeschossenen Summen be-willigen mußte, gewisse Zweige seiner Staats-einkünfte versetzt. Dieses Verhältnis zogviele Unbequemlichkeiten nach sich. Um sichvon denselben auf cinmahl zu bcfrcycn, hatteer (1596 Nov.) durch eine Verordnung alleVerträge, die wegen der Verpfandung seinerEinkünfte geschlossen worden waren, für un-gültig erklärt. Er rechtfertigte dieses ge-waltsame Verfahren durch den Vorwand,daß man von seiner Geldverlegenheit auseine unerlaubre Art Vorthcil zu ziehen ge-sucht habe; daß, wenn die bisherigen Ver-hältnisse fortdauerten, das Christenthum unddie wahre Religion zu Grunde gehen müsse.Nun wollte ihm aber niemand mehr borgen.

Daher