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Geiste die traurigste Simniunz gab. Einknechtischer Aberglaube beherrschte nun denehedem über so viele Vorurtheile erhabenenFürsten so mächtig, dast er, bey der hartenund strengen Lebensart eines Mönches,blos in der Gesellschaft von München lebte,blos Andachtsübungcn und Eastcimngen zuseinem Zeitvertreibe machtet das; er sogarsein Leichenbegängnis; selbst feycrte. Indieser Gemüthsstimmung näherte sich Kiirl Vdem Ende seines Lebens. Er starb ^558am 21. Sept.) im 59stcn Jahre seinesAlters.
Karl V war sehr ansehnlich gebaut. Inseinem blonden Gesichte stach ein bläulichesAuge, und eine etwas herunterhängendeUnterlippe, am meisten hervor. Sein Haarfiel ins Gelbliche. Völlig Herr über seineMienen, lachte er sehr selten, sprach ernur wenig. Mit seiner kalten Glcichminhig-keit vereinigte sich überlcgsame Langsamkeitin den Entschließungen. Um so standhafterbcharrtc er aber auch auf dem, was er sicher,mahl vorgenommen hatte. Seine Uner-sclwockcnhcit, selbst in den grüßten Gefahren,
sein