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10 (1802)
Entstehung
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seines Hofes mußten sich von dem Stromeder Galanterie mit fortreißen lassen, undder Kardinal von Lothringen machte sicheine Ehre daraus, über recht viele Weiberden Sieg davon zu tragen. Franz I schätztekeinen, dem eine Maitresse fehlte. Unterdiesen Umständen wurde sein Hof einer dergalantesten, aber auch einer der ausschweiefendsten, in ganz Europa. So wenig Franzseinen Maitresscn treu blieb, so wenigstandhaft waren auch diese in der Liebe, diesie für ihn hegten. Diana von Poitiersgieng aus seinen Armen in die Arme desDauphins, des nachmahligen KönigesHeinrichs II, über. Doch hatte Franz nochso viele Herrschaft über sich, daß er seinenMaitresscn weniger Einfluß auf die Regie»rungsaugelegenheiten, als seiner Mutlsrund seiner Gemahlin, gestattete. Alleinjene wußte dem Einflüsse derselben auch sehrgut entgegenzuarbeiten. Die Maitresse ihresSohnes, die Gräfin von Chateaubriant,hatte ihrem Bruder Lautrcc die Gouver» ,neursstclle in Moyland verschafft. Um dessenUnternehmungen zu vereiteln, ließ sich Luissvon dem Schatzmeister Semblcm?ay die

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