Druckschrift 
10 (1802)
Entstehung
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Wissenschaften und Künste setzte auf denGenuß der sinnlichen Vergnügungen, undbesonders auf den Umgang mit dem schönenGeschlechte, einen zu hohen Werth. Erwar der Meynung, daß alle cdeln, schönenWeiber und Mädchen seines Reiches dazubestimmt waren, eine Zierde seines Hofesabzugeben, und sein Vergnügen zu befördern.Die Gesinnungen, welche die Weiber undMädchen für seine Absichten geneigt machenmußten, flößten ihnen die Hofleutc undOfficiere ein, die sich mit den Erobcrungsckünsicn der italienischen und spanischenFrauen bekannt gemacht hatten. Baldstudirten sich auch die Männer und Vater indiese Denkart so gut hinein, daß es ihnengroße Freude machte, den Monarchen vonihrer Gattin, oder von ihrer Tochter,erobert zu sehen. Aeusserte ja einer derselbeneinige ttngcdult, so brachten ihn Drohungenbald zum Stillschweigen. So wie aberFranz I an seinen eigenen Licbcshandeln«in Vergnügen fand, so war es ihm auchein angenehmes Geschaffte, die verliebtenAbentheuer seiner Hoslentc befördern zuhelfen. Selbst die vornehmsten Geistlichen

seines