Druckschrift 
10 (1802)
Entstehung
Seite
13
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Der durch feineu Miibcndcr Testetbeleidigte Doniinicanerordeu verklagte Luthcrnbei) dem Pabst. Der damahls (1518) vondem Gedanken an eine Reformation nochweit entfernte, und für das pabstlime Kir-chensysrcm noch mit großer Ehrfurcht erfüllte,Luther erschrak über diese Anklage fo lebhaft,daß er dem heiligen Vater seine Erklärungüber den Ablaß, von einem demüthigen,um Verzeihung flehenden Schreiben begleitet,übcrschickte. Leo X, der die ganze Sachefür weiter nichts, als einen Mönchsstrcit,hielt, übertrug es dem General des Anginstinerordcns, Luthcrn, den er für einenklugen Kopf erklärte, zu beruhigen. Diedamit nicht zufriedenen Dominicaner bewirktenaber, daß Luther nach Rom vorgeladenwurde. Das Schicksal des Johann Hußwar noch zu lebhaft im Andenken, als daßes Luthers Freunde für rathsam gehaltenhätten, den lebhaften und beharrlichenVerthcidiger seiner Mcimungcn nach Romzu schicken, und der Kurfürst Friedrich, derLuthcrn als einen der besten Lehrer derhohen Schule zu Wittenberg kannte, ließsich durch seinen Hofprcdiger Spal.ttin leicht

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