Z42
Enkel Karl das 2<oste Jahr würde erreichthaben. Dagegen hatte er sich aber verbind-lich machen müssen, der Johanne und ihrenErben in der Behauptung der Thronfolgeniemahls hinderlich zu scyn. Allem derschlaue, argwöhnische, hartherzige Ferdinandhatte bcy den castiiianischen Herren so wenigLiebe und Zutrauen, dasi ihnen seine Regen-tenschaft gar nicht angenehm war. Um soleichter wurde es für Philipp den Schönen,der die vormundschaftliche Regierung für sei-nen Sohn Karl selbst zu übernehmen wünsch-te, den castilischcn Adel für sein Interessezu gewinnen. Ferdinand suchte sich nun mitHülfe Ludwigs XII von Frankreich zu be-haupten. Er schloß daher mit demselben(1505) ein Freundschaftsbündnis;, das durchFerdinands Vermählung mit der PrinzcssiinGermaine de Foix, der achtzehnjährigenNichte Ludwigs XII, und durch des letzter«»Verzichtlcistung auf Neapel, befestigt wurde.
Philipp ließ sich aber dadurch von derAusführung seines Planes, die Regentschaftvon Castilien zü übernehmen, nicht abhalten.Nachdem er sich «nit Ludwig XII zum ScheU
ue