Druckschrift 
9 (1804)
Entstehung
Seite
341
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faß, verband mit ihrer brünstigen, gar zusehr ins Tändelnde fallenden Liebe zu demschonen Philipp eine höchst argwöhnische Eisfersucht, zu der sie wohl manchmahl Ursachehaben mochte. Philipp konnte dem Verdrußund Ekel, den er darüber empfand, endlichso wenig widerstehen, daß er, aller Borstelslangen, aller Bitten der Johanne und Jsa-bclla ungeachtet, in der Milte des Winters(1502) nach den Niederlanden rcisete. Dienervenschwache Johanne verfiel gleich nachseiner Abreise in eine sehr schwcrmüthigeStimmung. In dieser gcbahr sie (150z)ihren zweytcn Sohn Ferdinand, nachdemder erste Karl drei) Jahre vorher (1500) indie Welt versetzt worden war. Im folgen-den Jahre (1504) starb die eben so klugeals tugendhafte Jsabclla. Johanne giengnun zu ihrem Gemahle nach den Niederlan-den.

Ferdinand der Katholische hatte jetzt dieFreude, auch über Castilicn allein zu regie-ren. Er sollte, nach der letzten Verordnungseiner Gemahlin Jsabclla, die Staatsver-waltung Castiliens so lange führen, bis der

Enkel