Druckschrift 
9 (1804)
Entstehung
Seite
316
Einzelbild herunterladen
 

Zlö

unter sich festgesetzt, daß Venedig erhalten,und die Macht Ludwigs und Maximilianseingeschränkt werden sollte. Ferdinand undJulius wollten daher auch nicht Venedig selbstangreifen lassen. Maximilian, den der edleGiustiniani, Venedigs Gesandter, auf denKnieen liegend um Frieden bath, rechneteauf die Eroberung der Hauptstadt Venedigmit solcher Zuversicht, daß er schon wegender Theilung unterhandelte; es fehlte ihm je-doch bald an Geld, und an guten Soldaten,und Julius beredete ihn deswegen um soleichter zu dem Versprechen, mit der Abtre-tung eines ansehnlichen Gcbiethcs sich zu be-gnügen, und oje Verbindung mit Ludwigaufzugeben. Ludwig gicng indessen nachFrankreich zurück, nachdem er seine Landerbesetzt, und dem Kaiser einige Hüifstruppenzurückgelassen hatte.

Maximilian, der sich so oft in seinemLebem anders besann, setzte den Krieg gegenVenedig forr. Die Venezianer, die vor sei-nen schlecht bezahlten Soldaten sich wenigfürchteten, hatten die Stadt Padua durcheinen Ucberfall wieder in Besitz genommen.

Jetzt