Neapel wurde hingegen durch Mangel anBedürfnissen, durch Krankheiten, und durchdie Uneinigkeit ihrer Oberbefehlshaber, ineinen immer ohnmachtigcrn Zustand versetzt.Aubigni, dem Nemours vorgesetzt wurde,wollte sich dessen Anführung nicht unterwer-fen, und setzte den Feldzug in Calabrienallein fort. Nemours beförderte durch seineUnbesonnenheit den Untergang der Armee.Die zerstreuten, unter keinem gemeinschaft-lichen Oberbefehle stehenden Franzosen, konn-ten den vereinigten, gut angeführten Spa-niern keinen hinreichenden Widerstand ent-gegen sehen. Aubigni wurde (150z) geschla-gen und gefangen, und Nemours verlohrnicht allein den Sieg, sondern auch dasLeben. Die Franzosen, die keine Generale,keine Vsrrathe, und kein Geld hatten, muß-ten den Spaniern Neapel, und noch andreOcrtcr, überlassen. Ludwig XII, den Ferdi-nand der Katholische, durch seine listigen Un-terhandlungen, lange genug getauscht hatte,ließ zwar drey neue Heere marschieren; aberdie Römer hielten die Zuführe, und die Fi-nanzministsr das Geld, auf. Der armseligeUebcrrest der neapolitanischen Armee mußte
nun