Druckschrift 
9 (1804)
Entstehung
Seite
263
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düng sich einen Landstrich in den Alpujarrenaus. Zum lctztcnmahle übersah er die herr-liche Stadt, von der er sich scheiden mußte,von einer Anhöhe. Thräncn entquollen sei-nen Augen. „Du weinst," sagte seine Mut-ter zu ihm, „mit Recht über den Verlustder Stadt, die du nicht besser vertheidigthast!" Er blieb nicht lange in Spanien.

Die überwältigten Granader wurden an-fangs mit nachsichtsvoller Schonung behan-delt. Man ließ denen, die in Spanienbleiben wollten, die Ausübung ihrer Rcli«gion und ihrer Gesetze; man bcfreyte siesogar auf drcy Jahre von allen Abgaben.Aber diese gütigen Gesinnungen wurden durchden warmen Neligionscifer des Königspaa-rcs bald verdrängt. Diesen Eifer entzünde-ten hauptsächlich Mcndoza und Rimencs.

Don Petro de Mendoza, Erzbischofvon Sevilla, und Cardinal, schon HeinrichsIV vornehmster Minister, regierte auch un-ter Ferdinand und Isabclla mit dem unein-geschränktesten Ansehn. Dieses Ansehn warHey dem damahligen traurigen Zustande Spa-niens,