Druckschrift 
9 (1804)
Entstehung
Seite
140
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schaft. Die Erlaubniß, Vorlesungen zu er-halten, war nicht leicht zu bekommen, unddennoch wurden die ersten Lehrer der ältestenUniversitäten von niemand berufen, und sieerhielten also auch keine Besoldung. IhrenUnterhalt verschaffte ihnen also das Honorar.In Bologna war es sehr verschieden. Eswurde deswegen unterhandelt, und es mußte,wenn sich kein Bürge fand, voraus bezahltwerden. Dem, der nicht bezahlte, wurdendie Bücher und andre unentbehrliche Dinge,weggenommen. Da die Zahl der Studentenso groß war, so konnten Professoren, dieeinen vorzüglichen Bcyfall erhielten, sehr leichtzu einem großen Vermögen gelangen. DieProfessoren verdienten aber auch mit Beschei-den, Nechtshandeln, Promotionsgebühren u.dcrgl. vieles Geld. Die Professoren zu Bo-logna zogen die Miethe von vielen Häusern,ja ganzen Straßen, die sie den Studierendeneinräumten. Als man in der Folge mehrUniversitäten anlegte, so konnte man die Leh-rer der ältern blos durch große Besoldungen,und andre Vortheile, hcrbcyzichcn. In die-ser Lage befand sich der Kaiser Friedrich II,als er die Universität zu Neapel stiftete. An-fangs