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Ueberhaupt kam jetzt der Zeitpunkt, wodie neuer» Sprachen sich ihrer gegenwärtigenCultur näherten. Im südlichen Frankreich bil-dete sich aus der römischen Bauersprachc diesogenannte provcnzalische Sprache, in der somancher Dichter sang. Das Deutsche, odereigentlich die schwabische Mundart, wurdedurch die Miuncsinger verfeinert. Seit demiztcn Jahrhundert brauchte man die deutscheSprache auch in Staatsschriftcn; aber dieGelehrten schrieben noch lange blos in derlateinischen Sprache. In Spanien wurden,seit der Regierung des Königes Alfons Xvon Castilien, die öffentlichen Urkunden inder Muttersprache ausgefertigt. In England,wo die Gelehrten barbarisches Latein schrie-ben, blieb hingegen die Laudessprache nochsehr ungebildet»
Zur Verfeinerung und Veredlung derneuecn Sprachen trugen die Dichter dasmeiste bey. Zu Anfange dieses Zeitraumesblühcte die Dichtkunst fast nur im Morgen-lande, bey den Arabern und Persern. Un-ter den letztern lebten einige Dichter von gro-ßem Werths, z. V. Ferdusi (st. 1020) der
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