rechter Ernst wäre, Gottes Wort zu predigen,und das Volk zu unterrichten.
Das ausschweifende, unzweckmäßige Lebender Mönche fiel unter andern einem gewissenSpanier, Dominicus Guzmann, so lebhaftauf, daß er auf eine Reformation der Or-dcnsgcistlichcn dachte. Weil an dem Ver-falle der Klosterzucht der Rcichthum haupt-sächlich Schuld war, so hielt es Dominicusfür unumgänglich nöthig, die Entfernungdesselben zu bewirken. Er vertauschte daherseine Chorherren-Kleidung gegen, einen Bett-ler-Rock, bettelte sein Brod von Haus zuHaus, und predigte, wo er hinkam, vor-nehmlich im südlichen Frankreich, mit denglänzendsten Bcyfall. Dicsi gab (1216) zurStiftung eines neuen Mönchsordens Gele-genheit, der blos von frommen Gaben leben,und die Unterweisung des Volkes zu seinemHauptgeschäffte machen sollte. Des Domi-nicus Freund, Franz von AM, den eineKrankheit, die ihm den Tod in der Nähezeigte, aus einem ausschweifenden Jünglingin einem moralischen Schwärmer verwandelte;der allen Bequemlichkeiten des Lebens cnt-
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