Druckschrift 
9 (1804)
Entstehung
Seite
65
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laßprediger aus einer Gegend in die andre.Wie die Kreutzzüge aufgehört hatten, dientendie Kriege gegen die Türken, diente derBau der großen Peterskirche zu Rom, zumVerwände. Man thcilte nun den Ablaß,so wie jede andre Waare, in größere undkleinere Parthiecn. Man bekam ihn aufTage, Wochen, Monathe, Jahre, auf dasganze Leben. Man erhielt ihn eben sowohlfür Tobte, als für Lebendige. Auf ein ge-rechtes oder billiges Vcrhältniß wurde dabeygar keine Rücksicht genommen. Für einenEhebruch, für einen Mord u. f. w. büßteman nicht so hoch, als für die Vernachlässi-gung von Fasten und Gebethen, für dasTragen modischer Kleider.

Der Werth des Ablasses wurde durch dieOhrenbeichte, und die Brod - und Wein-Verwandlung, die der Pabst Junocenz III(1215) als Glaubensartikel einführte, nochmehr erhöhet. Man fieng (seit 1250) an,den weltlichen Personen den Abendmahlskelchzu entziehen, den man den Königen bis ins14W Jahrhundert erlaubte. Durch die Be-kanntschast mit den Griechen, zu welchen dieGallctti Weltg. 9r Tb- E Kreutz-