Druckschrift 
9 (1804)
Entstehung
Seite
53
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als sie konnten, zu helfe» suche», und dieFürsten fanden es nicht unter ihrer Würde,einen Thcil ihrer Beute sich abgeben zu las-sen. Der Fürst oder Herr, dem es nichtan Vermögen fehlte, hielt, ausser der Her-rentafcl, noch eine Marschallstafcl, undeinen dritten Tisch für die geringem Be-dienten. Dabcy machte er sich Gastfreyheitgegen Hohe und Niedre, die unaufhörlich sei-ner Burg zuströmten, zur Pflicht. EiltDrittel der Couvcrte rechnete man meistensfür die Gaste. Doch die Fürsten und Her-ren, die auf einer Burg einkehrten," pfleg-ten ihren Wirthen Kleinodien, Pferde undGeld zu schenken. Zuweilen beschenkten dieWirthe ihre Gäste. Als der Kaiser Wen-zel den König Karl VI von Frankreich be-suchte , verehrte dieser seinem Gaste allegvldne und silberne Geräthschaftcn, die aufder Tafel gestanden hatten, und bereitWerth sich auf 200000 Goldgulden bclief.Auch alle Ritter und Herren im Gefolgedes Kaisers erhielten Kleinodien.

Im Ganzen genommen war der Hofstaatder Könige und Fürsten des Mittelalters

ein-