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Brief an einen Freund über das Ansehen, den Zweck und die Wirkungen des Christenthums
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des Lebens, geistig nähren zu lassen; eine demüthige,aber feste Zuversicht auf Seine Macht und Gnadezu setzen; und mit voller Willenskraft und herzlicherHingebung unser ganzes Wesen Seiner geistigenFührung zu unterwerfen. Dies ist der durch dieLiebe thätige Glaube. Gal. 5, 6. Dies ist derGlaube, der uns geschickt macht, die reinen undlieblichen Früchte der Heiligkeit, Liebe, Freundlichkeit,Geduld, Freude und des Friedens zu bringen.Hierher gehört auch der Ausspruch Pauli:WennJemand in Christo ist, so ist dcrsclbigc eine neueKreatur: das Alte ist vergangen, siehe Alles istneu geworden." 2 Cor. 5, 17.

Wir sind todtkrank die todtlichc Krankbcit derSünde schleicht in uns, wie können wir genesen,wenn wir das vorgeschriebene Heilmittel verschmä-hen? So laßt uns denn Alles aufbieten, den Hangzum Unglauben zu überwinden; laßt uns nichtlauger Freude haben au grübelnden Untersuchungenüber eine Theorie der Religion: laßt uns vielmehran ihrem Wesen festhalten, auf daß wir dem dro-»hendcn Strafgericht entrinnen. Laßt uns auf dieWorte der Liebe und Zärtlichkeit hören, womitunser mitleidsvoller Erlöser uns fortwährend einladet:,,Kommet her zu mir, alle, die ihr mühselig undbeladen seyd; ich will euch erquicken. Nehmetauf euch mein Joch, und lernet von mir; denn