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Brief an einen Freund über das Ansehen, den Zweck und die Wirkungen des Christenthums
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heilsam auch diese Aufgaben waren, so sind doch diebesondern Umstände, die in diesem Falle in Betrachtkommen, von der Art, daß sie uns unvermeidlich zudem Glauben führen, daß dennoch der Sohn Gottes,indem Er sich, von der Höhe Seiner göttlichen Herr-lichkeit herab, selbst erniedrigte, indem er unseregebrechliche und den Leiden unterworfene Natur an-nahm und sich sogar dem Tode am Kreuze unter-warf, noch höhere, großartigere und umfassendereZwecke vor Augen hatte. Wenn wir die unendlicheErhabenheit und unumschränkte Allmacht unsershimmlischen Freundes bedenken, und die überschweng-liche Liebe, welche Er uns durch Seinen Besuchauf Erden bewies, so können wir nicht umhin,den Schluß daraus zu ziehen, daß durch eine solcheVeranstaltung der göttlichen Barmherzigkeit alleunsre geistlichen Bedürfnisse befriediget werden sollten.Würden wir nun vermittelst dieser Veranstaltungnichts bekommen, als Unterricht, Lehre und Beispiel,so würde unser Bedürfniß bei Weitem noch nichtbefriediget seyn. Machtlos und verdorben, wiewir sind, würden wir immer noch dem Tode inunsern Sünden überlassen bleiben; und das uns somitgetheilte Licht würde unser Unheil unr vergrößernund unsern Untergang furchtbarer machen. Wo istder Mensch, der die Pestkrankhcit seines Herzenskennt, ohne zu fühlen, daß er nicht nur der Bcleh-