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Von der Nachfolgung Christi
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Von den verschiedenen Regungen zc. 227

Lob oder Gunst für die Wohlthaten zu erlangen, undbegehrt, daß man ihre Thaten und Gaben gar hochund wichtig achte; die Gnade dagegen sucht nichtsZeitliches, noch fordert sie einen andern Preis alsGott allein zum Lohne, verlanget auch nichts weitervon den zeitlichen Dingen, als so viel derselben ihrvermögen zur Erlangung der ewigen zu dienen (Luc.16, 1 13).

6. Die Natur freut sich vieler Freunde und Ver-wandten, rühmt sich vornehmen Standes und hoherHerkunft, lächelt zu den Mächtigen, schmeichelt denReichen, klatscht Beifall ihres Gleichen; die Gnadeaber liebet auch die Feinde, und erhebet sich nichtwegen der Freunde Schwärm, schlägt an weder Standnoch Geburt, es sei denn größere Tugend dort gewe-sen, begünstiget mehr den Armen als den Reichen,leidet mehr mit dem Unschuldigen als mit dem Ge-waltigen, freuet sich mit dem Wahrhaftigen, nicht mitdem Bctrüglichen, ermahnet allzeit die Frommen, bessernGnadengaben nachzustreben und dem Sohne Gottesdurch die Tugenden ähnlich zu werden. Die Naturbeklaget sich bald über Mangel und Beschwerde, dieGnade trägt standhaft die Dürftigkeit (2 Kor. 8).

7. Die Natur beziehet Alles auf sich, für sichstreitet und strafet sie; die Gnade indessen führt Allesauf Gott zurück, von wannen es ursprünglich aus-

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